Erste oral-gedolmetschte Führung im LVR-Römer-Museum Xanten im Archäologischen Park Xanten (APX)
Wie eine Idee entstand:
Ulrike Sonnenschmidt ist Mitglied im Deutschen Schwerhörigenbund (DSB) Ortsverein Dortmund e.V. Sie nahm den Presseartikel „Führungen für Gehörlose mit Dolmetscher“ in der VdK-Verbandszeitschrift (Ausgabe Juli/Aug.2010) zum Anlass, Kontakt mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) aufzunehmen, um das Oraldolmetschen als weiteres Kommunikationsmittel für Hörgeschädigte bekannt zu machen. Denn in dem o.g. Artikel wies der Sozialverband VDK Deutschland e.V. darauf hin, dass der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ab Juli 2010 Führungen für Gehörlose und Menschen mit Hörschädigungen in seinen LVR-Museen unter Einsatz eines Gebärdensprachdolmetschers anbietet. Die Kosten für die Dolmetscher trägt der LVR.
Gebärdendolmetscher für Hörgeschädigte? Leider ist es - trotz unserer zahlreichen Bemühungen - in der Öffentlichkeit immer noch nicht deutlich geworden, dass wir als Hörgeschädigte weitestgehend lautsprachlich orientiert sind und uns mit einem Gebärdensprachdolmetscher daher nicht geholfen ist. Statt dessen ist es so, dass Schriftdolmetscher oder seit neuestem KommunikationsassistenInnen * zum Einsatz kommen. Diese würden z.B. die Führungen in Ihren Museen mittels Laptop oder aber durch sogenanntes "Oraldolmetschen" begleiten.
„Was heißt denn nun „Oraldolmetschen“? , wird sich der geneigte Leser fragen. Es heißt, dass das gesprochene Wort möglichst 1:1 durch ein gutes Mundbild und durch geeignete lautsprachliche Gebärden in Kombination mit unterstützender Mimik und Gestik übersetzt wird, so dass der Hörgeschädigte gut in der Lage ist, abzusehen und zu verstehen. weiterlesen










