Wie funktioniert eine Induktive Höranlage?
In einem Raum wird eine einpolige Drahtschleife so verlegt, dass der Zuhörerbereich eingeschlossen ist. Diese einpolige Drahtschleife besteht vorzugsweise aus einer flexiblen Leitung (feinadrige Litze) mit Querschnitten von 1 mm2 bis ca 4 mm2, abhängig von der Größe der Schleifenfläche. Die Schleife wird mit einem speziellen Schleifen- verstärker (Konstantstarkstrom-Verstärker) verbunden, der das Signal von einem seperatem Ausgang der Lautsprecheranlage. d.h. unabhängig vom Pegel der Laut- sprecher, erhält. Der Schleifenverstärker speist das Signal als Strom in die Drahtschleife. Die Lautstärke des Signals am Ohr des Schwerhörigen muss oberhalb seiner Hör- schwelle liegen, aber unterhalb seiner Unbehaglichkeitsgrenze. Für diesen geringen Dynamikbereich stehen nur ca. 30 dB zur Verfügung. Die modernen Schleifenverstärker besitzen eine Aussteuerungsautomatik (Dynamikkompressor), die die Pegelwerte inner- halb dieser engen Grenze halten (Autor: Carsten Ruhe, Halstenbeck).
Wie funktioniert die T-Spule?
Die Sprache wird vom Mikrofon über einen Spezialverstärker in eine im Raum ver- legte IndukTionsschleife (auch Ringschleife genannt) eingespeist. Der Empfänger für die von der Ringschleife abgestrahlten Signale ist die T-Spule im Hörgerät. Damit wird in T-Stel- lung des Gerätes das abgestrahlte Signal direkt aufgenommen und in ein akustisches Signal umgewandelt. Entscheidend ist also, dass das Hörgerät/CI über eine T(elefon)spule verfügt, die vom Akustiker programmiert und vom Hörgeräteträger einge- schaltet worden ist.
Wenn die Anlage normgerecht nach DIN EN IEC 60118-4 eingestellt und eingemessen ist, kann sich der Zuhörer innerhalb dieser Schleife frei bewegen. Damit die Ring- schleifenanlage von Menschen mit Hörgeräten/CIs auch wirklich genutzt werden kann, muss auf die Anlage deutlich mit Schildern hingewiesen werden.










